Kürzlich auf einer Wanderung zwischen dem unterengadinerischen Sent und den unterengadinerischen Scuol entdeckte ich den Kulminationspunkt gepflegter Tradition und gehegter Moderne:

Der Tourist freut sich an seiner Fähigkeit, Vallader zu dechiffrieren und damit sprachlich Gutes zu tun (Traditionen pflegen, Minderheiten schützen), Sent turissem zeigt sich offen für neue Trends und das Beste daran: Rumantsch ist um ein Fremdwort reicher. Und wenn sich dieses Idiom in den nächsten 50 Jahren tatsächlich halten kann, wird man dereinst darüber diskutieren können, ob nun die Orthographie von „Nordic Walking“ ans Vallader angepasst werden kann, da ja die Aussprache auch nicht mehr viel mit Englisch zu tun haben wird. Doch am Wahrscheinlichsten ist wohl, dass in 50 Jahren diese Frage doch nicht diskutiert werden muss, da dann „Nordic Walking“ höchstens noch den Urgrossvätern und -müttern etwas sagen wird.
Der Wetterbericht in der NZZ nach Ostern zeigte sich optimistisch: 
Wörter sind oft mehrdeutig – polysem, wie man in der Linguistik sagt. Das ist selten ein Problem, da Wörter nie isoliert, sondern immer in einem bestimmten Kontext auftauchen. Und dann ist meist auch klar, was damit gemeint ist. Insofern war auch die folgende Schlagzeile in der NZZ vom 9. März 2006 auf Seite 57 verständlich:
Die Wettersendung des Schweizer Fernsehens, „Meteo“, ist pure Unterhaltung. Naja, zumindest ziemlich. Und das sage nicht ich, das sagt die Ombudsstelle für Radio und Fernsehen in der Deutschschweiz. Diese hat nämlich Stellung genommen zu eingegangenen Klagen darüber, dass „Meteo“ seit einiger Zeit nicht mehr im hochdeutschen Standard, sondern in Dialekt sendet. Aus rechtlichen Gründen könne man auf diese Klagen nicht eingehen; es handle sich bei „Meteo“ nicht um eine „Informationssendung im engeren Sinn“: