Erste Gehversuche mit dem COSMAS II WWW-Interface

Über diese Adresse kannst du das Interface aufrufen: https://cosmas2.ids-mannheim.de/cosmas2-web/



So präsentiert sich COSMAS II im Web. Über "Anmeldung" kannst du dich ins System einloggen. Wenn du eingeloggt bist, wechsle oben in die Rubrik "Recherche". Hier findet nun die ganze Recherche von der Korpusauswahl über die Formulierung der Suchanfrage bis zur Analyse der Resultate statt.

Zunächst sind aber ein paar Worte zur IDS-spezifischen Organisation des DeReKo angebracht.

Vom Dokument über das Korpus zum Archiv

Das DeReKo benutzt folgende Bezeichnungen:
  1. Dokument: Es enthält mindestens einen Text (z.B. einen Roman) oder mehrere Texte (z.B. einen Monat Zeitungsartikel des St. Galler Tagblatts.
  2. Korpus: Dieses enthält mehrere Dokumente, z.B. alle Dokumente des St. Galler Tagblatts.
  3. Virtuelles Korpus: Mehrere Dokumente oder Korpora können aber auch zu virtuellen Korpora zusammengefasst werden. Dabei kann ein Dokument gleichzeitig in mehreren virtuellen Korpora enthalten sein (deshalb "virtuell"). Es gibt z.B. das virtuelle Korpus "public", das alle öffentlich verfügbaren Dokumente geschriebener Sprache enthält (darunter auch das Korpus des St. Galler Tagblatts.
    Der Clou hier ist, dass man selber virtuelle Korpora definieren kann. Wenn man sich z.B. für Schweizer Pressesprache interessiert, definiert man sich ein virtuelles Korpus, das alle verfügbaren Schweizer Zeitungen enthält.
  4. Archiv: Archive sind die oberste Ebene des DeReKo. Das "Archiv der geschriebenen Sprache" enthält also alle Korpora von geschriebener Sprache. Darin liegt auch das Korpus des St. Galler Tagblatts.

Eine erste Recherche

In der Rubrik "Recherche" angelangt, kannst du nun in der linken Spalte der Reihe nach Archiv und (virtuelles) Korpus auswählen. Wähle das "W - Archiv der geschriebenen Sprache" und anschliessend das virtuelle Korpus "W-öffentlich – alle öffentlichen Korpora des Archivs W". Somit hast du die grösste Datenmenge gewählt, die öffentlich verfügbar ist.

Nun kann die Suchanfrage formuliert werden. Du kannst in das Eingabe-Fenster einfach eines oder mehrere Wörter eingeben, wobei du unten noch auswählen kannst, ob mehrere Wörter mit "ODER" verknüpft werden sollen, oder ob beide Wörter direkt nacheinander stehen sollen ("Wortabstand /+w1"). Dann auf "Suchen" klicken.

Jetzt wird pro Suchwort je eine Liste der gefundenen Wortformen angezeigt. Mit dem Knopf "öffnen" können sie angezeigt werden. Es handelt sich hier also um Varianten (z.B. in der Gross-/Kleinschreibung), die im Korpus vorhanden sind. An dieser Stelle kannst du nun entscheiden, nach welchen Varianten gesucht werden soll. Bei Varianten, die nicht berücksichtigt werden sollen, kann das Häkchen entfernt werden.

Anschliessend können über den Knopf "Ergebnisse" die Ergebnisse angezeigt werden. Zunächst ist einfach eine Liste von Dokumenten sichtbar, in denen sich Texte befinden, in denen sie Suchbegriffe gefunden wurden. Ein Klick auf das Plus-Symbol eines solchen Dokuments öffnet die sog. KWIC-Ansicht, bei der der Beleg mit dem Suchwort in der Mitte angezeigt wird.



Oberhalb der KWIC-Ansicht rechts gibt es einen Knopf "Volltext", mit dem statt der KWIC-Ansicht ein grösserer Kontext angezeigt wird.

Die KWIC-Ansicht des gewählten Dokuments kann über den Minus-Knopf oben links wieder geschlossen werden. Alternativ kann man in der linken Spalte unter "Ergebnisse" auch einfach wieder auf "Dokumentansicht" geklickt werden. In diesem Menü können dann die Ergebnisse auch anders geordnet, nämlich nach den Kriterien Zeit, Land oder Korpus gegliedert, angezeigt werden.

Export der Resultate

Schliesslich gibt es in der die Möglichkeit, die Belege in eine Textdatei zu exportieren und auf dem eigenen Computer abzuspeichern. Dazu gibt es in der Ergebnisansicht oberhalb der Resultate einen Knopf "Export". Im anschliessenden Dialog-Feld kann genauer spezifiziert werden, wie die Resultate exportiert werden sollen. So kann festgelegt werden, wie umfangreich die KWIC-Zeilen sein sollen oder ob und wieviel des Kontextes der Belege exportiert werden soll. Im Bereich "KWIC/Belege" ist es zudem möglich, den Export mit dem Häkchen "nur aktive Treffer" auf jene Belege zu beschränken, die vorher in der KWIC- oder Volltextansicht markiert worden sind.

Beschränkungen der WWW-Version von COSMAS II

Inzwischen wurden die meisten Beschränkungen der WWW-Version gegenüber der PC-Client-Version behoben und sogar einige neue Features eingebaut, die nützlich sind. So kann man sich nun auch relative Frequenzen oder Häufigkeitsklassen anzeigen lassen. Auch Kookkurrenzanalysen sind möglich, sowie die Erstellung von eigenen virtuellen Korpora (über den aktuellen Stand informiert diese Seite). Inzwischen ist für fast alle Anwendungsbereiche die WWW-Version die bessere Wahl für die Recherche, auch weil die Bedienung angenehmer und einfacher ist.