Visualisierungen in den Wissenschaften: Call for Papers

Welche Rolle spielen Visualisierungen in den Forschungsprozessen der Humanities? Diese Frage steht im Zentrum der Tagung „Visualisierungsprozesse in den Humanities – Linguistische Perspektiven auf Prägungen, Praktiken, Positionen„, die wir vom 17. bis 19. Juli 2017 in Zürich ausrichten. Soeben wurde der Call for Papers veröffentlicht! Wir konnten sechs hochkarätige Keynote-Sprecher/innen gewinnen, dieses Feld aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten: David Berry (Sussex, UK), Thomas Ertl (Stuttgart), Katrin Knorr-Cetina (Chicago, USA), Sybille Krämer (Berlin), Angelika Linke (Zürich) und Uwe Pörksen (Freiburg).

Visualisierung als Mittel der Erkenntnispräsentation und der Erkenntnisproduktion wird wichtiger. War die Veranschaulichung von gesprochener Sprache (z. B. bei Vorträgen) und die Sichtbarmachung von Abstraktem (z. B. Ländergrenzen) schon zu früherer Zeit eine verbreitete Praktik, vervielfachen sich mit der Popularisierung und Distribuierung von Wissen vermeintlich eindeutige reduzierte Darstellungen (z. B. des Wahlverhaltens in Nachrichtensendungen). Zugleich erleben wir aktuell in der Wissenschaft die Visualisierung mithilfe von Software, z. B. um aus großen digitalen Datenmengen überhaupt Erkenntnisse generieren zu können (etwa im Rahmen der Visual Analytics). Da auf Basis bereits visualisierter Erkenntnisse neue Erkenntnisinteressen entwickelt werden, die schließlich erneut zu Visualisierungen führen, erscheint es erforderlich, Forschungsprozesse exemplarisch näher zu beleuchten. Die Tagung lädt dazu ein, zu verstehen, an welchen Stellen im Forschungsprozess WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen Visualisierungen wie nutzen und wo sie von disziplinären Visualisierungen in Denken und Handeln bereits geprägt sind.

Weitere Informationen zur Tagung und der Call for Papers finden sich auf der Website: http://www.visual-linguistics.net/tagung2017/

Deadline für Einreichungen ist der 15. März 2017.

Veranstalter/innen der Tagung sind: Noah Bubenhofer (Zürich), Philipp Dreesen (Bremen), Nina Kalwa (Darmstadt) und Klaus Rothenhäusler (Zürich). Die Tagung wird durch den Schweizer Nationalfonds und das Institut für Computerlinguistik der Universität Zürich finanziell unterstützt.

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