Coding Cultures: Über den Zusammenhang von Programmiersprachen und Denkstilen

Ich habe zwei Javascript-Bibliotheken (D3.js und p5.js) für mich entdeckt, um damit sprachliche Daten zu visualisieren. Ich lernte damit nicht nur eine Methode kennen, um ein Problem zu lösen, sondern bin nebenbei auf etwas Interessantes gestoßen: Ich glaube, es gibt einen engen Zusammenhang zwischen der Wahl einer Programmiersprache und wissenschaftlichen Denkstilen. Und dass es sich lohnt, als (auch nicht programmierende/r) Geisteswissenschaftler/in darüber nachzudenken. Doch der Reihe nach.
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Tramlinien: Vom Bild- zum Textverstehen

https://de.wikipedia.org/wiki/VBZ_Be_4/6_%28Tram_2000%29#/media/File:Zurich_Be_4-8_Saenfte_2110_Milchbuck.jpg

Tram in Zürich (Quelle: Wikipedia)

Linguistinnen und Linguisten erforschen ja immer wieder gerne ihre Kinder; für empirische Untersuchungen ist die Fallzahl zwar meist etwas gering, das Beobachter-Paradoxon lässt sich auch nicht wirklich umgehen und die Compliance der Versuchspersonen lässt manchmal zu wünschen übrig. Im Folgenden vermischt sich aber Vaterstolz und linguistisches Interesse, deshalb muss ich kurz darüber berichten, wie mein Sohn (2,8) mit etwa 2,2 begann, Zahlen lesen zu lernen, und zwar dank der Trams.

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Anatomie eines Textes: Bildgebendes Verfahren für Textkorpora

Was „zeigt“ sich, wenn eine Maschine einen Text „liest“, also sequenziell Wort für Wort abarbeitet? Eher für didaktische Zwecke habe ich eine kleine Spielerei versucht (und dabei mit P5.js experimentiert):

textvis

Screenshot TextVis 1.0

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MOOC Sprachtechnologie in den Digital Humanities

MOOC Sprachtechnologie in den Digital Humanities: Modul Korpuslinguistik

MOOC Sprachtechnologie in den Digital Humanities: Modul Korpuslinguistik

Meine Kollegen Simon Clematide, Martin Volk und ich starten diese Woche unseren Massive Open Online Course (MOOC) zu Sprachtechnologie in den Digital Humanities. Sie können sich ab sofort kostenlos ins Kurssystem einschreiben und dann über sechs Wochen in kleinen Häppchen einen Einblick in sprachtechnologische Aspekte der Aufbereitung und quantitativen Analyse von Textdaten und Korpora gewinnen.

Ich habe ein dreiteiliges Modul zu grundlegenden korpuslinguistischen Analysekategorien mit Hands-on-Teil, sowie zu visuellen Analysemethoden, vorbereitet. Die Videos dieses Moduls werde ich demnächst auch außerhalb der MOOC-Plattform coursera publizieren.

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Google aus korpuslinguistischer Perspektive

Juliane Schröter und Robert Schikowski der Universität Zürich interviewten mich neulich in ihrem Podcast „angesprochen“ zum Thema „Suchen und Finden im Internet„. Ich bin alles andere als ein Spezialist beim Thema Suchmaschinen (Tipp: „Der Google-Komplex“ von Theo Röhle) und deshalb war das Interview ein guter Grund, mich ausführlicher mit Fragen zum Thema Googles Auswirkungen auf Gesellschaft und Wissenschaft auseinanderzusetzen. Aus korpuslinguistischer Perspektive sind solche Reflexionen natürlich ganz interessant – und hey, Code is Theory, deshalb ist es wichtig, die Funktionsweise von Suchmaschinen zu verstehen und deren Auswirkungen zu antizipieren! Juliane, Robert, danke für die interessanten Fragen!

Im Interview erwähnte oder benutzte Quellen/Sites:

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Digitale Informationskriege

AvatarDuginAnmiated
Am 31C3 sprachen josch und ich (arche3000) über die Möglichkeiten und Folgend des digitalen Informationskrieges, wie man ihn bei der gegenwärtigen Ukraine-Krise gut beobachten kann. Dazu zeigten wir erste Ergebnisse unseres Bots, der für Informationskriege eingesetzt werden könnte – um zu antizipieren, was möglich ist und vielleicht auch bereits gemacht wird. Leider gruselig.

Die Videoaufzeichnung unseres Talks ist online:

Bildschirmfoto 2014-12-29 um 11.12.56

Der 31C3 ist großartig – vielen Dank für die tolle Unterstützung, das Podium und überhaupt alles!

[Update vom 30. Dezember 2014, 18:00]

[Update vom 27. Januar 2015]

  • Frank Seibert vom Bayrischen Rundfunk interviewte mich zum Informationskrieg für die Sendungen orange und puls.
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Visuelle Linguistik: Ein neues Forschungsfeld?

diagramGestern endete das Symposium „Visuelle Linguistik„, das ich zusammen mit Marc Kupietz organisiert hatte. Aus unserer Sicht besonders interessant am Symposium war die breite Palette von unterschiedlichen Hintergründen, denen die Beiträge entstammten: Linguistik, Korpus- und Computerlinguistik, Digital Humanities, Informatik und Ästhetik – um nur die wichtigsten Perspektiven zu nennen.

Die Keynotes von Mark LauersdorfMartin Hilpert und Maximilian Schich boten den Rahmen für die 16 Vorträge und die zusätzlichen Poster und Live-Präsentationen. Am dritten Tag ermöglichte der Workshop von Sandra Hansen-Morath und Sascha Wolfer zu R, verschiedene Visualisierungsmethoden selber auszuprobieren.

Die Folien meines Eröffnungsvortrags, der „Visuelle Linguistik“ als lohnenswertes Forschungsfeld vorschlägt, sind ab sofort online verfügbar. In den kommenden Tagen werden auch die Folien weiterer Vorträge, sowie Berichte zur Tagung, auf www.visual-linguistics.net publiziert.

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Die ZEIT über Big Data in den Geisteswissenschaften

Bildschirmfoto 2014-08-21 um 21.53.18Die aktuelle ZEIT bringt auf Seite 27 einen großen Beitrag über Big Data in den Geisteswissenschaften. Grundlage sind Gespräche mit Joachim Scharloth und mir und eine Analyse von uns (und David Eugster): Wir untersuchten mit datengeleiteten Methoden das Archiv der gedruckten ZEIT in Nachkriegsdeutschland bis heute – die Studie ist hier im Preprint verfügbar* und dieses Poster (siehe Bild) enthält auf der rechten Seite eine Kürzestfassung davon.

 

 

 

 

Cover_BusseTeubert

* Scharloth, Joachim/Eugster, David/Bubenhofer, Noah (2013): Das Wuchern der Rhizome. Linguistische Diskursanalyse und Data-driven Turn. In: Busse, Dietrich/Teubert, Wolfgang (Hrsg.): Linguistische Diskursanalyse. Neue Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS. S. 345-380.

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SNF Ambizione-Förderung: Visual Linguistics

Soeben habe ich die erfreuliche Nachricht erhalten: Der Schweizer Nationalfonds fördert mein Projekt „Visual Linguistics: Grundlagen der Visualisierung von sprachlichen Daten“ über drei Jahre! Voraussichtlich ab 2015 werde ich das Projekt mit dem Ziel starten, ein „Visual Linguistics Framework“ zu erarbeiten. Es geht im Grunde um die Fragen:

  • Wie wurden Visualisierungen zur Datenanalyse bereits bisher in der Sprachwissenschaft verwendet?
  • Welche Visualisierungsmodi gibt es in verwandten Disziplinen?
  • Welche Chancen ergeben sich durch visuelle Analysemethoden in der Welt von (sprachlicher) Big Data?
  • Aber was machen wir eigentlich, wenn wir Daten visualisieren?

Die äußerst positiven Gutachten ermutigen mich, die Aufgabe anzupacken! Danke an alle mir bekannten und unbekannten Unterstützer/innen des Projekts, die mir den nötigen Rückenwind geben!

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Zehn Gründe, Facebook zu verlassen

Vor ein paar Tagen habe ich mein Facebook-Konto gelöscht. Es kostete mich nicht viel Überwindung, denn ich war kein aktiver Facebook-User. Trotzdem ist es interessant, sich zu überlegen, welche Gründe gegen die Facebook-Nutzung sprechen. Hier deshalb meine zehn Gründe – fotografisch untermalt –, die auch meine letzten Facebook-Posts waren.

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