{"id":78,"date":"2006-12-29T09:36:00","date_gmt":"2006-12-29T09:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/bubenhofer.com\/sprechtakel\/?p=78"},"modified":"2011-09-05T14:23:55","modified_gmt":"2011-09-05T14:23:55","slug":"einkaufen-mit-anna-und-betty","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/2006\/12\/29\/einkaufen-mit-anna-und-betty\/","title":{"rendered":"Einkaufen mit Anna und Betty"},"content":{"rendered":"<p>Das hier wird der <strong>zweitletzte Sprechtakel-Eintrag<\/strong> sein. Doch dazu noch in diesem Jahr mehr. Denn zum Abschluss muss ich noch zwei Einkaufszettel los werden, die auf meiner Harddisk des Kommentars harren. Wir diskutierten <a title=\"Intimit\u00e4ten des Konsums: Wenn die Fertigpizza in die Windeln macht\" href=\"http:\/\/bubenhofer.com\/sprechtakel\/2006\/11\/22\/intimita%c2%a4ten-des-konsums-wenn-die-fertigpizza-in-die-windeln-macht\/\">k\u00fcrzlich<\/a> bereits die Intimit\u00e4ten eines gelben Einkaufszettels. Doch was halten Sie davon?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;\" src=\"\/sprechtakel\/uploads\/Einkaufszettel.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"305\" \/><\/p>\n<p>Banane, Eier, Apfel (\u00c4pfel?), Birnen, so f\u00e4ngt das mal unauff\u00e4llig an. Doch dann die &#8222;Zuchini&#8220;! Auch Google <a href=\"http:\/\/www.google.de\/search?hl=de&amp;q=zuchini&amp;btnG=Google-Suche&amp;meta=lr%3Dlang_de\">fragt vorsorglich zur\u00fcck<\/a>: &#8222;Meinten Sie: zucchini&#8220;? Doch auf \u00fcber 43&#8217;000 deutschsprachigen Seiten ist auch von &#8222;Zuchini&#8220; die Rede. Selbst auf 245 italienischsprachigen Seiten finden sie sich.<\/p>\n<p><strong>Mehr Rahm ist mehr als Rahm<\/strong><\/p>\n<p>Doch halten wir uns nicht mit solch orthografischen Feinheiten auf. &#8222;Mehr Rahm&#8220; entziffere ich! Diese h\u00fcbsche Quantifzierung l\u00e4sst sofort die Frage entstehen, ob dieser Einkaufszettel f\u00fcr den Eigengebrauch geschrieben oder aber an jemand anders gerichtet ist. Denn bei &#8222;mehr Rahm&#8220; wird eigentlich die Grice&#8217;sche Maxime der Modalit\u00e4t verletzt: Unn\u00f6tige Information! &#8222;Mehr&#8220; hilft nicht viel weiter; wenn Rahm eingekauft werden <em>muss<\/em>, ist ja egal, ob zuhause noch welcher im K\u00fchlschrank steht. Doch eben: Damit k\u00f6nnte die Information verbunden sein: &#8222;Ich weiss, dass wir noch Rahm im K\u00fchlschrank haben! Aber ich plane ein tolles Dessert, deshalb wird der nicht reichen. Also bitte noch mehr Rahm einkaufen!&#8220;.<\/p>\n<p>Die K\u00e4se-Spezifizierung &#8222;Vollfett&#8220; ist in einer Welt der Light-Produkte herzerfrischend sympathisch. Doch vielleicht ist das ja eher als Kommentar eines Dritten im Slang-Jargon gedacht? &#8222;Hey, K\u00e4se! Cool, das ist ja vollfett!&#8220;<\/p>\n<p><strong>Alphabetisch geordnete Kassenzettel<\/strong><\/p>\n<p>Die &#8222;Bio Butter&#8220; l\u00e4sst uns zweifeln: Was ist denn mit den anderen Produkten? Jeweils auch Bio? Wobei ich an dieser Stelle gerade meinem \u00c4rger Luft machen muss, dass auf den Kassenzetteln bzw. Quittungen nach dem Einkauf in Coop oder Migros definitiv zu viele Produktnamen mit &#8222;Bio&#8220; beginnen. Das ist jammerschade, da dann das Spiel, die Produkte in alphabetischer Reihenfolge aufs Band zu legen, um einen alphabetisch geordneten Kassenzettel zu erhalten, an Reiz verliert. Zu eint\u00f6ntig ist das, wenn alles mit &#8222;Bio&#8220; beginnt&#8230; Doch das ist eine andere Geschichte!<\/p>\n<p>Nach der \u00f6kologisch korrekten Bio-Butter (wir sehen hier: der Duden w\u00fcrde einen Bindestrich verlangen, doch das ist nicht schick: Auf den Kassenzetteln erscheinen solche auch h\u00f6chst selten!) folgen problematischere Produkte: Avocado und Papay(a). Letztere musste aus \u00f6koschamhaften Gr\u00fcnden das letzte A im Herkunftsland lassen. Daf\u00fcr ist beim Schreiben von &#8222;Melone&#8220; eine ebensolche auf den Tisch geflogen, was zu einem h\u00fcbschen H\u00fcpfer nach dem &#8222;e&#8220; f\u00fchrte&#8230;<\/p>\n<p>Mirakul\u00f6s ist auch der letzte Einkaufszettel:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;\" src=\"\/sprechtakel\/uploads\/Einkaufszettel3.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Z- + T-Saft&#8220;? Wohl Zitrone und Tomate \u2013 doch so nah diese beiden Produkte graphematisch sind (und so zu einem Paket abgek\u00fcrzt werden k\u00f6nnen), so fern voneinander werden sie im Laden platziert sein! Immerhin sind am Schluss &#8222;Shampo&#8220; und &#8222;Deo&#8220; thematisch einigermassen geordnet, was man von allen anderen Produkten nicht behaupten kann! (\u00dcber die Schreibweise von &#8222;Shampo&#8220; schauen wir mal hinweg. Warum nicht: Schampo? Oder ist es etwa die &#8222;Stampa&#8220;?)<\/p>\n<p><strong>Verirrung zwischen den Regalen<\/strong><\/p>\n<p>Aber was um Himmels Willen ist mit &#8222;Menu&#8220; gemeint? Ach ja: Im Zeitalter von <a title=\"Anna, Betty und Marcella\" href=\"http:\/\/bubenhofer.com\/sprechtakel\/2006\/10\/24\/anna-betty-und-marcella\/\">Anna und Betty<\/a> kann man sogar ganze Men\u00fcs einkaufen. Oder handelt es sich dabei bloss um einen Verweis auf einen weiteren Einkaufszettel, der mit &#8222;Menu&#8220; beschriftet ist und alle Zutaten enth\u00e4lt, die f\u00fcr die Zubereitung ebendieses besorgt werden sollen? Wenn ja, schaudert es mich vor der thematischen Unordnung auf diesem Einkaufszettel und ich bin \u00fcberzeugt: Vom Zeitpunkt des Eintritts ins Gesch\u00e4ft bis zum Z\u00fccken der Cumulus- oder Superkarte dauerte es mindestens drei Stunden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hier wird der zweitletzte Sprechtakel-Eintrag sein. Doch dazu noch in diesem Jahr mehr. Denn zum Abschluss muss ich noch zwei Einkaufszettel los werden, die auf meiner Harddisk des Kommentars harren. Wir diskutierten k\u00fcrzlich bereits die Intimit\u00e4ten eines gelben Einkaufszettels. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/2006\/12\/29\/einkaufen-mit-anna-und-betty\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-78","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-3-sprechtakel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85,"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78\/revisions\/85"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}