{"id":71,"date":"2006-11-09T21:23:00","date_gmt":"2006-11-09T21:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/bubenhofer.com\/sprechtakel\/?p=71"},"modified":"2006-11-09T21:23:00","modified_gmt":"2006-11-09T21:23:00","slug":"sprechta%c2%a4keli-ernster-pflotsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/2006\/11\/09\/sprechta%c2%a4keli-ernster-pflotsch\/","title":{"rendered":"Sprecht\u00e4keli: Ernster Pflotsch"},"content":{"rendered":"<p>Bevor wir unsere Blicke obligatorischerweise in die USA richten, denken wir zuerst ganz lokal:<\/p>\n<ul>\n<li>Ist das ein Kampf der elektronischen Medien um Image und Publikum? Das Schweizer Fernsehen hatte ja <a href=\"http:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wrapper.php?\/archives\/30-Wenn-die-Wolken-wieder-kraeftig-schuetten.html\">vor einiger Zeit beschlossen<\/a>, in der Wettersendung &#8222;Meteo&#8220; so sch\u00f6ne Begriffe wie &#8222;chuute&#8220; oder &#8222;str\u00e4\u00e4tze&#8220; zu verwenden und mit &#8222;Pflotsch&#8220; um sich zu schmeissen, also die Prognosen in Dialekt zu servieren. Damit sei man den Zuschauerinnen und Zuschauern n\u00f6cher, vor allem bei einem so emotionalen Thema.\n<p>Heute hat nun Radio DRS <a href=\"http:\/\/www.drs.ch\/index.cfm?gbAction=36452044-9DFD-4630-8C42CE9F4AAB8E1E&#038;CategoryNodeID=2542F430-0516-4E7F-8F107D41F697D16B&#038;prg=srdrs&#038;szm=about%2Fmedia&#038;szmcha=drs\">verk\u00fcndet<\/a>, ab Mai 2007 das &#8222;Rendez-vous am Mittag&#8220; und die &#8222;Info 3&#8220; neu in Standardsprache statt Dialekt zu sprechen (den Rendez-vous-Beitrag dazu <a href=\"http:\/\/www.drs.ch\/index.cfm?MenuNodeID=B03F7C18-D08E-4CC6-A6A311D20E9263F1&#038;CategoryNodeID=0CFAD4C4-34E6-4615-A974426939FCF40E&#038;gbAction=r04fulldisplay1&#038;ObjectId=0C3218CC-270C-47EA-9D0642A76717D301&#038;prg=NEWS&#038;bBack=1\">hier<\/a>!). Nat\u00fcrlich spiele der Dialekt noch immer eine Rolle im Radio. Informationen aber, die auch Ausl\u00e4nder, Touristinnen und andere Nicht-Schweizerdeutsch-Sprechende interessieren k\u00f6nnten, m\u00fcssten in Standard sein.<\/p>\n<p>Das ist gut. Wenn sich nun die Kleinen dank Hochdeutsch im Kindergarten ein v\u00f6llig unverkrampftes Verh\u00e4ltnis zum Standard aneignen, f\u00fchrt das nat\u00fcrlich zu einem Problem: Die standarddeutschen Nachrichten werden sie pl\u00f6tzlich herzig finden und so den Dramen der Welt respektlos gegen\u00fcber stehen. Den Dialekt-Wetterbericht dagegen werden sie nicht nur der schlechten Prognose wegen als kalt und herzlos empfinden!<\/li>\n<li>Amerika: Was Herr Sprechtakel schon lange mal mit Herrn Blocher machen wollte, <a href=\"http:\/\/chir.ag\/phernalia\/preztags\/\">wurde nun<\/a> mit US-Pr\u00e4sidenten-Reden gemacht:\n<p><img decoding=\"async\" width='400' height='258' style=\"border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;\" src=\"\/sprechtakel\/uploads\/US_Presidential_Speeches_TagCloud.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Ein historischer Vergleich der meistgenannten Inhaltsw\u00f6rter in pr\u00e4sidialen Reden. 1889 waren die &#8222;indians&#8220;, 1917 &#8222;german&#8220; und 1941 &#8222;freedom&#8220; Trumpf. Und w\u00e4hrend Bush (junior) noch mit &#8222;economy&#8220;, &#8222;families&#8220; und &#8222;invest&#8220; in die Amtszeit einstieg, endet diese nun (bald) mit den &#8222;terrorists&#8220; und dem cheiben &#8222;iraq&#8220;. Die linguistische Analyse k\u00f6nnte noch raffinierter werden \u2013 die amerikanische Politik auch.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor wir unsere Blicke obligatorischerweise in die USA richten, denken wir zuerst ganz lokal: Ist das ein Kampf der elektronischen Medien um Image und Publikum? 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