{"id":69,"date":"2006-11-02T12:49:00","date_gmt":"2006-11-02T12:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/bubenhofer.com\/sprechtakel\/?p=69"},"modified":"2006-11-02T12:49:00","modified_gmt":"2006-11-02T12:49:00","slug":"sprechta%c2%a4keli-backwaschundba%c2%bcgeltag-und-ein-paar-bonuspunkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/2006\/11\/02\/sprechta%c2%a4keli-backwaschundba%c2%bcgeltag-und-ein-paar-bonuspunkte\/","title":{"rendered":"Sprecht\u00e4keli: Backwaschundb\u00fcgeltag und ein paar Bonuspunkte"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"http:\/\/www.bubenhofer.com\/sprechtakel\/wrapper.php?\/archives\/73-Sprechtaekeli-Mit-Worten-die-Welt-ins-Jenseits-bomben.html\">letzte Sprecht\u00e4keli-Schau<\/a> f\u00f6rderte ja sehr explosive linguistische Bomben zutage. Die heutige R\u00fcckschau ist friedlicher:<\/p>\n<ul>\n<li>Nils <a href=\"http:\/\/goetheblog.se\/2006\/11\/01\/gruse\/\">bef\u00fcrchtet im GoetheBlog<\/a>, bald nur noch automatisch generierte Geburtstagsnachrichten zu erhalten. Auch ich machte die Erfahrung, dass die Deutsche Bahn keine M\u00fchen scheut, und p\u00fcnktlich zum Geburtstag eine E-Mail versendet. Doch das ist nicht alles. Denn darin steht:<br \/>\n<blockquote><p>[\u2026] zum Geburtstag m\u00f6chten wir dazu beitragen, dass sich all Ihre W\u00fcnsche im neuen Lebensjahr erf\u00fcllen. <\/p>\n<p>Aus diesem Grund schenken wir Ihnen heute 100 bahn.bonus-Punkte, die Sie Ihrer Wunschpr\u00e4mie ein gutes St\u00fcck n\u00e4her bringen. Diese schreiben wir Ihnen automatisch auf Ihrem pers\u00f6nlichen bahn.bonus-Konto gut. <\/p>\n<p>\u00dcbrigens, wir haben noch eine weitere \u00dcberraschung f\u00fcr Sie vorbereitet. <\/p>\n<p>Klicken Sie einfach hier: <a href=\"http:\/\/www.geburtstagspunkte.de\">www.geburtstagspunkte.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Sie haben jetzt also die einmalige Gelegenheit, so zu tun, als ob sie Geburtstag h\u00e4tten! Ein Klick, und die Bahn singt f\u00fcr sie! (Ok, die Bonus-Punkte \u2013 \u00e4hm, nein: bahn.bonus-Punkte m\u00fcssen Sie sich selber verdienen.)<\/li>\n<li>Der gesch\u00e4tzte Kollege <a href=\"http:\/\/aixtal.blogspot.com\/2006\/11\/lexique-allez-va-ira.html\">Jean V\u00e9ronis outet sich<\/a> als waschechter empirischer Linguist. Es ist n\u00e4mlich so: Wir Linguistinnen und Linguisten sind strikt gegen Mobiltelefonverbote in Z\u00fcgen, Flugzeugen, Kinos und Restaurants. Denn das Datenmaterial, dass sich ergibt, wenn man scheinbar teilnahmslos aus dem Fenster blickend nichts anders macht, als angestrengt den Telefongespr\u00e4chen der Mitmenschen zu lauschen, ist fantastisch. Kosenamen, Begr\u00fcssungs- und Verabschiedungsformeln (&#8222;Aso denn tsch\u00fcssli b\u00e4b\u00e4i!&#8220;), effektvolle H\u00f6rerbindungsmassnahmen (&#8222;Aso jetzt muni dir mol \u00f6ppis ganz im Vertraue s\u00e4ge&#8230;&#8220;), Modi des L\u00e4sterns \u2013 was immer Sie f\u00fcr Ihren n\u00e4chsten Aufsatz ben\u00f6tigen, es reichte f\u00fcr vier Dissertationen.\n<p>Und Jean V\u00e9ronis erz\u00e4hlt von der netten Dame im Mobilfunkverbot-Wagen des TGVs und ihrer wunderbaren Schlussformel: &#8222;Allez, va, \u00e7a ira!&#8220; Was man mit zwei W\u00f6rtern \u2013 darunter &#8222;aller&#8220; in drei Formen \u2013 sagen kann!<\/li>\n<li>Der <a href=\"http:\/\/wortreich.nightshift.ch\/2006-10-30\/funfzigen\/\">linguistische Monarch<\/a> und das <a href=\"http:\/\/taz.de\/blogs\/wortistik\/2006\/11\/01\/fuenfzigen\/\">Wortistik-Blog<\/a> sind sich nicht ganz einig dar\u00fcber, ob die Neusch\u00f6pfung des Verbs &#8222;f\u00fcnfzigen&#8220; eine Bieridee ist oder eine gelungene M\u00f6glichkeit, aus dem Schicksalschlag des 50-werdens einen Freudentag zu machen. Ich muss zugeben, dass ich Neologismen aller Art besonders mag. Und damit bin ich auch Fan der <a href=\"http:\/\/www.wortwarte.de\">Wortwarte<\/a> des Computerlinguisten Lothar Lemnitzer. Automatisch werden dort Wortneusch\u00f6pfungen der deutschen Presse eruiert. Die <a href=\"http:\/\/www.sfs.uni-tuebingen.de\/~lothar\/nw\/Archiv\/Datum\/heute.html\">neuen W\u00f6rter vom 31. Oktober 2006<\/a> waren:<br \/>\n<blockquote><p>Backwaschundb\u00fcgeltag, der<br \/>\nGeburtenratenhysterie, die<br \/>\nKreditnehmerplattform, die<br \/>\nKreditportal, das<br \/>\nMikrogenerator, der<br \/>\nNavigationshandy, das<br \/>\nQuotenhandel, der<br \/>\nSchizografie, die<br \/>\nSloganzing, das<br \/>\nSpa\u00dfzone, die<br \/>\nStandortnetz, das<br \/>\nVideowerbeform, die<br \/>\nWeichpianist, der<br \/>\nWettportal, das<br \/>\nWissenskredit, der<\/p><\/blockquote>\n<p>Man muss sich schon klar sein: Ein Bachwaschundb\u00fcgeltag ohne angemessenen Wissenkredit und eingerichteter Spasszone mit Weichpianisten geht so in die Hose, dass Sie sofort schizograf werden. Jawoll, so ist das!<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzte Sprecht\u00e4keli-Schau f\u00f6rderte ja sehr explosive linguistische Bomben zutage. Die heutige R\u00fcckschau ist friedlicher: Nils bef\u00fcrchtet im GoetheBlog, bald nur noch automatisch generierte Geburtstagsnachrichten zu erhalten. 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