"Du kannst nicht über Mobiltelefone forschen, wenn du selber keines hast!", stellte mein Kumpel kürzlich klipp und klar fest. Er hat ja Recht, aber dieser risikovolle Selbstversuch soll immerhin dokumentiert werden. Mein Mobiltelefon-Tagebuch(*):
Das Experiment ist beendet, das Mobiltelefon ausser Betrieb, Funkstille...
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08. Okt. 2002: t68i oder 3310? nokia, ericsson oder was?Eigentlich gehöre ich zu jenen, die gerne in Computer-Katalogen schmökern. Ich kenne die Trends bei den Laptops, Desktops, auch bei den Palms. Aber ich habe keine Ahnung von Mobiltelefonen. Gut: Wie die Dinger ungefähr funktionieren, weiss ich. Was SMS, UMTS und Bluetooth ist, weiss ich auch. Und den Vibra-Alarm, den kenne ich nicht nur, den wünschte ich mir bei allen Mobiltelefonen als einzige Art der Aufmerksamkeitserzeugung... | ||
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Als Kommunikationswissenschafter und Linguist beschäftige ich mich mit den Medien, die uns umschwirren. Die Mobiltelefonie ist ein unbestritten interessantes Phänomen der letzten Jahrzehnte. 1997, als ich mich das erste Mal mit den linguistischen Besonderheiten der Mobilkommunikation beschäftigte, war das wissenschaftliche Interesse noch schmal. Fünf Jahre später gibt es reichhaltige Literatur zum Thema.
Obwohl Selbstinspektion ein riskantes Verfahren der Empirie ist, kann ich den Vorwurf nicht von der Hand weisen, dass ich schon selber Erfahrungen mit einem Mobile sammeln müsse, um dieses Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen zu machen. Nun gut, so sei es: Ich kaufe mir eins. Soviel steht am 8. Oktober 2002 fest. Wie es weiter geht, entnehme man dem Tagebuch...